Gartenschere Test: Die besten Gartenscheren im Vergleich

Gartenscheren sind unentbehrliche Helfer. Mit ihnen lassen sich Blumen, Büsche und Sträucher zurechtschneiden. Viele Interessenten fragen sich, welches Gerät am besten geeignet ist. Deshalb führten wir einen sehr umfangreichen Test durch. Darin testeten wir unterschiedlichste Kriterien, um Ihnen einen Überblick über die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle zu verschaffen.

Gartenschere Testsieger (Bestenliste 2016)

Letzte Aktualisierung am: 10.12.2016

Welche Gartenschere ist die Richtige für mich?

Felco 2 im testWir haben viele unterschiedliche Gartenscheren einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Grundsätzlich wird zwischen drei Typen unterschieden. Diese wären:

  • Gartenscheren mit Amboss
  • Gartenscheren mit Bypass
  • Gartenscheren mit Getriebe

Bei einer Gartenschere mit Amboss bewegt sich eine Schneide auf einen fest stehenden Amboss, wenn die Schere benutzt wird. Diese Technik hat den Vorteil, dass auch härtere Zweige mühelos geschnitten werden können. Dafür ist die Schnittfläche nicht immer ganz sauber. Eine solche Schere eignet sich daher besonders gut, um beispielsweise überflüssige Zweige aus Obstgehölzen zu entfernen.

Bei den Gartenscheren, die nach dem Bypassprinzip funktionieren, gleiten die beiden Klingen aneinander vorbei. Damit lassen sich auch dünnere und weichere Zweige, wie beispielsweise Stängel von Blumen, sehr sauber trennen. Die Schnittflächen sind sehr glatt und sauber. Deshalb verheilen die Schnitte schnell. Daher besteht keine Gefahr, dass sich Schädlinge in der Schnittstelle ansiedeln.

Die höchsten Schnittkräfte treten bei Gartenschere mit einem Getriebe auf. Diese Scheren werden sowohl mit Amboss als auch mit Bypass angeboten. Bei diesen Scheren wird die Druckkraft der Hand durch eine entsprechende Übersetzung deutlich verstärkt. Die Technik ähnelt einem Ratschenmechanismus. Mit solchen Geräten lassen sich auch dickere und härtere Zweige mühelos schneiden.

Neben diesen grundsätzlichen Unterschieden sind noch viele weitere Ausführungen vorhanden. Bei einigen Gartenscheren, die wir testeten, bestand die Möglichkeit, das Spiel zwischen den Klingen nachzustellen. Dadurch konnte der Verschleiß an den Klingen ausgeglichen werden. Zudem ist dies ein Vorteil beim Schneiden unterschiedlich harter Zweige. Härtere Zweige ließen sich deutlich einfacher schneiden, wenn das Spiel zwischen den Klingen etwas größer ist.

Wir haben auch Gartenscheren getestet, die mit einem Rollgriff ausgestattet sind. Bei diesen Scheren rollt ein Griffhebel beim Schneiden von Zweigen etwas nach innen. Damit unterstützt er die natürliche Handbewegung.

Bei unseren Testsiegern standen sämtliche Teile der Gartenschere zum Austausch bereit. Bei diesen Modellen brauchte also nicht gleich eine neue Gartenschere gekauft werden, falls es ein Problem mit der Funktionalität gibt. Verschlissene oder beschädigte Teile konnten bei diesen Modellen einfach und vor allem ohne den Einsatz von speziellen Werkzeugen ausgewechselt werden.

Um nun herauszufinden, welche Gartenschere am besten für die jeweiligen Anforderungen geeignet ist, sollten vor dem Kauf einige wichtige Punkte geklärt werden. Nur so wird verhindert, dass es zu einem Fehlkauf kommt.

Wie wähle ich die richtige Gartenschere?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Neben dem geplanten Einsatzzweck spielen die Intensität der Nutzung sowie die eigenen Vorlieben eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung. Deshalb sollten zunächst einige wichtige Fragen beantwortet werden.

Welche Pflanzen müssen geschnitten werden?

Eine der wichtigsten Fragen vor dem Kauf einer Gartenschere ist, welche Pflanzen im Garten geschnitten werden müssen. Handelt es sich um Blumen und Stauden? Müssen auch dickere Zweige von Büschen und Bäumen geschnitten werden? Um nur hin und wieder ein paar Blumen zu schneiden, reicht eine einfache und preiswerte Gartenschere völlig aus. Sie sollte allerdings eine scharfe Klinge haben. Zudem ist es sinnvoll, ein Modell mit einem nachstellbaren Spiel zwischen den Klingen zu wählen. Je sauberer die Schnittfläche ist, desto weniger leiden die Pflanzen unter dem Schnitt.

Müssen auch Zweige von Büschen und Bäumen geschnitten werden, ist eine etwas stärkere Gartenschere deutlich besser geeignet. Gartenscheren, die mit einer Klinge und einem Amboss ausgestattet sind, schneiden auch härtere Zweige ohne großen Kraftaufwand ab.

Wird eine Übersetzung der Schnittkraft benötigt?

Wer häufig stärkere oder harte Zweige schneiden muss, ist mit einer Gartenschere, die mit einem Getriebe ausgestattet ist, deutlich besser bedient. In unserem Praxistest konnten wir mit solch einer Schere Zweige von mehr als 20 Millimeter Durchmesser schneiden. Für einen Schnitt musste die Schere dank des Ratschenmechanismus zwar mehrmals betätigt werden, aber dafür konnten wir über einen längeren Zeitraum hinweg arbeiten, ohne dass Ermüdungserscheinungen an den Händen auftraten.

Ist eine Antihaftbeschichtung sinnvoll?

Bei einigen von uns getesteten Scheren waren die Klingen mit einer Antihaftbeschichtung versehen. Die Antihaftbeschichtung verhindert nicht nur Anhaftungen von Pflanzensäften, sondern macht die Oberfläche sehr glatt. Dadurch gleiten die Klingen viel leichter durch die Zweige und Stängel. Zudem ließen sich die Klingen nach getaner Arbeit ganz einfach wieder reinigen. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Vorteil einer Antihaftbeschichtung besteht darin, dass sie die Korrosion an den Klingen verhindert.

Ist eine gerade Klinge besser als eine gebogene?

Uns standen Gartenscheren mit geraden und gebogenen Klingen zur Verfügung. Wir stellten fest, dass Scheren mit geraden Klingen eine saubere Schnittfläche hinterließen. Dafür sind solche Scheren aber auch eher für dünnes Material geeignet. Gartenscheren mit gebogenen Klingen erzeugen einen ziehenden Schnitt. Die Klinge wird durch die Zweige gezogen. Dadurch ist ein geringerer Kraftaufwand erforderlich.

Wird die Gartenschere intensiv genutzt?

Falls eine Gartenschere intensiv genutzt wird, ist es sinnvoll, ein Modell mit austauschbaren Klingen zu kaufen. Wir testeten auch Modelle, bei denen die Klingen werkzeuglos austauschbar waren. Das ist sehr vorteilhaft, da stets eine Ersatzklinge mitgeführt werden kann. Dadurch muss die Gartenarbeit nicht unterbrochen werden, bloß weil die Klinge stumpf ist.

Wird ein hoher Komfort benötigt?

Es gibt Modelle, die beim Schneiden die Handbewegung unterstützen. Dies geschieht dadurch, dass einer der beiden Griffe bei der Betätigung der Schere etwas nach innen dreht. Diese Technik ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie verhindert wirkungsvoll, dass Druckstellen an den Händen auftreten.

Bekannte und günstige Hersteller

wir testeten Gartenscheren von vielen bekannten Herstellern. Die einzelnen Modelle unterschieden sich in der Technik, der Handhabung und natürlich auch im Preis-Leistungs-Verhältnis. Selbstverständlich gab es auch Unterschiede bei der Qualität des Materials und der Verarbeitung.

Gardena

Gardena 8790-20 Comfort im testZu den bekannten Herstellern gehört Gardena. Von diesem Hersteller stehen unterschiedlichste Modelle zur Verfügung. Es stehen Scheren mit Amboss, mit Bypass und mit abgewinkelten Klingen zum Schneiden von Reben zur Wahl. Daneben bietet Gardena Gartenscheren in vielen unterschiedlichen Größen zum geringen Preis an.

Fiskars

Fiskars ist ebenfalls ein bekannter Hersteller, der einen guten Ruf genießt. Auch dieser Hersteller bietet viele unterschiedliche Modelle mit diversen Schnitttechniken an. In unserem Test war Fiskars der einzige Hersteller, der eine Schere mit Rollgriff angeboten hat.

Felco

Ein ebenfalls sehr bekannter Hersteller von Gartenscheren ist Felco. Besonders gut an diesen Scheren fanden wir die äußerst präzise Einstellungsmöglichkeit für die Klinge und der Gegenklinge. Das Spiel ließ sich bei den Scheren dieses Herstellers am genauesten einstellen. Auch der Puffer zwischen den beiden Hebeln ließ sich justieren. Deshalb würden wir sagen, dass sich Gartenscheren von Felco auch für den professionellen Einsatz eignen. Aus diesem Grund gehören Gartenscheren dieses Herstellers auch mit zu unseren Testsiegern.

Wolf

In unserem Praxistest standen uns auch Gartenscheren des bekannten Herstellers Wolf zur Verfügung. Dieser Hersteller bietet unterschiedliche Modelle mit diversen Schnitttechniken an. Wir testeten Bypass- und Ambossscheren von Wolf. Dieser Hersteller bietet auch Gartenscheren aus Aluminiumdruckguss an. Dieses Material ist äußerst stabil und zudem sehr leicht.

Brüder Mannesmann

Zu den günstigsten Gartenscheren, die wir getestet haben, gehörten die Modelle von Brüder Mannesmann. Besonders beeindruckt waren wir, als wir gleich ein Set mit zwei unterschiedlichen Scheren bekamen. Darin waren eine Bypass- und eine Ambossgartenschere. Dadurch war das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders gut.

Was wurde im Gartenscheren-Test getestet?

Wir sind der Auffassung, dass die Handhabung zu den wichtigsten Aspekten bei der Arbeit mit einer Gartenschere gehört. Aus diesem Grund testeten wir die Scheren unter verschiedenen Bedingungen. Wir schnitten Blumen, Sträucher und Zweige aus Obstbäumen heraus. Das sind wohl die häufigsten Arbeiten, die ein Hobbygärtner oder auch ein Profi mit einer Gartenschere durchführt.

Für den praktischen Einsatz sind Aspekte, wie beispielsweise ergonomisch geformte Griffe, besonders wichtig. Auch der Kraftaufwand und die Beschaffenheit der Schnittstellen spielen eine große Rolle.

Des Weiteren verschafften wir uns einen Überblick über die Ersatzteilversorgung. Bei einigen Scheren war es problemlos möglich, Ersatz- und Verschleißteile zu besorgen und auszutauschen. Das gelang allerdings nicht bei allen Modellen, die uns zur Verfügung standen.

Nicht zu vernachlässigen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Insbesondere bei diesem Punkt traten gravierende Unterschiede auf. Wir testeten einige Gartenscheren, bei denen der Kunde eine hohe Qualität zu einem relativ geringen Preis erhält.

Gartenscheren Test-Kriterien

Wir haben uns bemüht, unsere Testergebnisse so objektiv wie möglich zu erzielen. Dazu stellten wir umfangreiche Recherchen im Internet an. Wir werteten Studien, Bestenlisten und Kundenmeinungen zu den verschiedenen Gartenscheren aus. Die Informationen, die wir dadurch gewannen, verglichen wir mit den Erfahrungen, die wir selbst beim Testen machten. Unser Anliegen bestand in erster Linie darin, den Kaufinteressenten von Gartenscheren möglichst viele hilfreiche Informationen zu vermitteln.

Bereits aus optischer Sicht gibt es große Unterschiede bei den einzelnen Modellen. Das Aussehen einer Gartenschere spielt natürlich nicht die wichtigste Rolle. Viel wichtiger sind die Ausstattung, die Handhabung und die Leistungsfähigkeit. Wir wollten zudem herausfinden, welche Schere sich am besten für die unterschiedlichen Arbeiten im Garten eignet.

Aufgrund der unterschiedlichen Konstruktionen treten bei der Leistungsfähigkeit Unterschiede auf. Wir stellten fest, dass bei den Scheren, die sich insbesondere für weichere Stängel und Zweige mit geringen Durchmessern eignen, die Schnittflächen in der Regel sehr viel sauberer waren. Bei Scheren, die sich auch für härtere Holzarten eignen, sind die Schnittflächen beim Schneiden weicher Zweige nicht immer optimal. Daher gilt es immer, einen guten Kompromiss zu finden.

Ein weiterer Aspekt ist die Qualität des Materials. Das Material sollte möglichst stabil, langlebig und trotzdem leicht sein. Eine schwere Gartenschere führt auf Dauer zu Ermüdungserscheinungen an den Händen. Besonders leicht sind Scheren, bei denen die Griffe aus Glasfaser verstärktem Kunststoff hergestellt sind. Eine solche Gartenschere wiegt mitunter weniger als 200 Gramm.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Mit Gartenscheren können Pflanzen aller Art geschnitten werden
  • Pflanzen werden schonend geschnitten
  • Einfache Handhabung
  • Einige Modelle sind präzise einstellbar
  • Geringer Kraftaufwand
  • Ersatz- und Verschleißteile für viele Scheren verfügbar

Nachteile

  • Nicht jede Gartenschere eignet sich für sämtliche Schnitte
  • Einige Scheren sind für Linkshänder eher ungeeignet

Wo kaufe ich am Besten meine Gartenschere günstig?

Es gibt im Grunde genommen viele Möglichkeiten, eine Gartenschere zu kaufen. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Gartenschere im Baumarkt vor Ort zu kaufen. Diese Möglichkeit ist zwar die schnellste, aber sie ist nicht immer die preiswerteste. Zudem ist die Auswahl unterschiedlicher Modelle sehr gering. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Beratung in den Baumärkten oftmals zu Wünschen übrig lässt. Verkäufer werden nicht selten dazu angehalten, Ladenhüter an den Mann oder die Frau zu bringen.

Fiskars PowerGear Rollgriff im testEine deutlich bessere Möglichkeit, eine günstige Gartenschere von hoher Qualität zu kaufen, bietet der Onlinehandel. Im Internet ist es einfach, einen Vergleich von Testberichten und Bestenlisten anzustellen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, welches Modell am besten für die eigenen Anforderungen geeignet ist. Ist dann eine gut geeignete Gartenschere gefunden, kann sie bei einem der zahlreichen Anbieter erworben werden. Dabei ist es ganz einfach, das Angebot mit dem geringsten Preis herauszusuchen. Der Versand dauert bei den meisten Onlinehändlern nur wenige Tage.

Alle Testsieger und Testberichte im Vergleich

Um unseren Test möglichst objektiv zu gestalten, haben wir Berichte und Testsieger anderer Institute mit unterschiedlichsten Kundenrezessionen und Erfahrungsberichten verglichen. Anschließend haben wir einen Vergleich mit unseren eigenen Erfahrungen durchgeführt. Aus diesem Grund sind auf unsere Bestenliste auch nur solche Gartenscheren gekommen, die sowohl von Experten als auch von Anwendern als besonders gut bewertet wurden.

Testberichte der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest ist wohl das bekannteste und zudem das größte Testinstitut. Dadurch stehen den Testern dort deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung als uns. Die Stiftung Warentest kann beispielsweise exakte Materialanalysen und umfangreiche Funktionsprüfungen durchführen. Solche Möglichkeiten standen uns nicht zur Verfügung. Wir mussten uns auf die optischen Prüfungen sowie auf Erfahrungen im praktischen Einsatz beschränken.

Für viele Interessenten sind die Erfahrungen im praktischen Einsatz jedoch viel wichtiger als Materialanalysen. Ein Gärtner möchte lieber wissen, welche Zweige er mit welchem Modell mühelos schneiden kann. Dieser Aspekt war in unserem Praxistest besonders wichtig. Trotzdem waren wir überrascht, dass sich unsere Erfahrungen mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest deckten. Daraus lässt sich ableiten, dass sich Gartenscheren von hoher Qualität auch hervorragend im praktischen Einsatz bewähren.

Fünf Gründe für den Test von Gartenscheren

  • In einem Test lässt sich herausfinden, ob die Angaben des Herstellers zutreffend sind, oder ob es sich nur um Werbebotschaften handelt. Einige Hersteller übertreiben mitunter bei den Beschreibungen.
  • Viele Kaufinteressenten können mit den Angaben der Hersteller nicht so viel anfangen. Sie interessieren sich mehr für Hinweise aus praktischen Erfahrungen. Diese können sie viel besser nachvollziehen.
  • Beim Vergleich unterschiedlicher Modellen kommen nicht nur die Stärken zum Vorschein, sondern es werden auch Schwächen aufgedeckt. Diese sind nicht immer auf Anhieb erkennbar.
  • Da bei einem Praxistest viele unterschiedliche Zweige und Stängel geschnitten werden, können auch Hinweise zum eventuell auftretenden Verschleiß gegeben werden. Es gibt auch Gartenscheren, die bereits nach kurzer Zeit Verschleißerscheinungen zeigen.
  • Ein ganz besonders wichtiges Kriterium ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Interessenten möchten gerne wissen, für welche Gartenschere es sich lohnt, einen etwas höheren Preis auszugeben.